Aktuelle Veranstaltungshinweise
Ankündigungen des Orientalischen Seminars und des UFSP Asien und Europa
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Vortragsreihe (Frühjahrssemester 2012):
Circulating Norms – Menschenrechte und Gender in der globalisierten WeltIn der globalisierten Welt zirkulieren nicht nur Menschen, Waren und Geld, sondern auch Normen und Ordnungsvorstellungen. Transnationalen Menschen- und Frauenrechtsnormen kommt hierbei zentrale Bedeutung zu. Trotz ihres Anspruchs auf universale Gültigkeit haben solche Normen als rechtlich-politische Standards nicht nur einen konkreten historischen Ursprung und eine spezifische institutionelle Gestalt. Ihre Zirkulation und Umsetzung auf ganz verschiedenen Ebenen und durch eine Vielzahl von Akteuren – von überstaatlichen und staatlichen Institutionen über transnationale Nichtregierungsorganisationen bis hin zu lokalen Graswurzelinitiativen – lässt sie als mehrfach institutionell wie kulturell vermittelt erscheinen.
Im Rahmen dieser Vorlesungsreihe diskutieren drei prominente Vertreterinnen verschiedener Fachdisziplinen Spannungsverhältnisse, die sich aus der globalen Zirkulation, Vermittlung und Übersetzung von transnationalen Standards in verschiedenen Kontexten ergeben.
Die Vortragsreihe wird im Frühjahrssemester 2012 vom Forschungsfeld 3: Normen und Ordnungen des UFSP Asien und Europa organisiert.
Normative Frameworks for Women's Rights and their Circulation at the International Level
Prof. Dr. Nikita Dhawan
Institut für Politikwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt
Dienstag, 15. Mai 2012, 18:15-20:00
Raum KO2 F-152, Karl Schmid-Strasse 4, 8006 Zürich
Normative Dilemmas: Feminist-Postcolonial Interventions
Prof. Dr. Susanne Baer
Juristische Fakultät, Humboldt-Universität, Berlin
Dienstag, 29. Mai 2012, 18:15-20:00
Raum KO2 F-152, Karl Schmid-Strasse 4, 8006 Zürich
29.02.2012 Doktorandenseminar (2 ETCS)
Mit Prof. Dr. Deniz Kandiyoti, Prof. Dr. Nikita Dhawan, Prof. Dr. Susanne Baer
Das Doktorandenseminar bietet die Möglichkeit, die Themen der öffentlichen Vorträge in Bezug auf die Thematik der eigenen Arbeit mit den Referierenden zu diskutieren und zu vertiefen. Die Diskussionen finden auf Englisch und Deutsch statt. Bei der Teilnahme an den Vorträgen und den Seminarsitzungen sowie der Erbringung eines Leistungsnachweises in Form eines ausformulierten Referats (Moderation, Korreferat oder Kurzreferat) können für den Besuch der Veranstaltung 2 ECTS-Punkte erworben werden.
Vorbereitungssitzung: Mittwoch, 29. Februar 2012, 9:00–10:30
Seminartermine: Mittwoch, 21. März, Mittwoch, 16. Mai, und Mittwoch, 30. Mai 2012, jeweils 9:00–12:00
Raum: WIE F-07, UFSP Asien und Europa, Wiesenstrasse 7/9, 1. Stock, 8008 Zürich
Doktorierende an allen Schweizer Universitäten mit einem Interesse an der Thematik sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen.
Veranstaltungen im Umfeld des Orientalischen Seminars
Der Arabische Frühling, die progressive arabische Bloggerszene und die Gewissensfreiheit
Donnerstag, 10. Mai 2012, 19.00 Uhr
Uni Zürich, Rämistr. 71, Raum Kol E 18 - Eintritt frei.
Einführung von Dr. Elham Manea,
Vortrag von Kacem El Ghazzali in ENGLISCH,
organisert vom Forum für Demokratie und Menschenrechte.
Seit Mohamed Bouazi sich im Dezember 2010 in einer Tunesischen Provinzstadt selbst anzündete, blieb im Nahen Osten nichts wie zuvor. Revolutionen erschütterten die Region zwischen Marokko und Iran. Scheinbar fest im Sattel sitzende Diktatoren wie Ben Ali, Mubarak und Gaddafi wurden entmachtet. Angesichts dieser Ereignisse fragten sich internationale Beobachter nur noch: Wer wird der nächste sein, der fällt?
Diese historischen Ereignisse werden üblicherweise als Arabischer Frühling bezeichnet, obwohl sie nicht nur arabische Völker betrafen, sondern auch Berber, Iraner, Türken und viele andere. Viele werteten die millionenstarken Demonstrationen junger Menschen, die sich mittels sozialer Netzwerke unter dem Ruf nach einem Ende der Diktatur, nach Freiheit und Demokratie zusammenfanden, als Zeichen für den Anbruch einer neuen Ära säkularer Demokratien im Nahen Osten. Doch jetzt, nachdem mehr als ein Jahr seit diesen Ereignissen vergangen ist, scheinen diese Visionen weiter denn je von ihrer Realisierung entfernt zu sein. In Tunesien und Ägypten errangen islamistische Parteien überwältigende Wahlsiege. Ihr Ziel, die Einführung der Scharia in ihre Gesellschaften, wird die schon heute unerträgliche Diskriminierung von Nicht-Muslimen, Dissidenten und Frauen nur noch verschärfen. Währenddessen blieben paradoxerweise gerade die repressivsten Diktaturen der Region, der Iran und Saudi-Arabien, von der Revolutionswelle scheinbar unbeeindruckt.
Fortschrittliche Kräfte und Minderheiten in Nordafrika und im Nahen Osten müssen nicht nur mit der prekären Menschenrechtslage zurechtkommen, sondern auch mit dem ohrenbetäubenden Schweigen der westlichen Medien und Menschenrechtsorganisationen. In Tunesien wurden kürzlich zwei Atheisten zu sieben Jahre Haft verurteilt, weil sie auf Facebook Mohammed-Karikaturen veröffentlichten. Ähnliches geschah in Saudi-Arabien, wo Hamza Kashgari wegen Apostasie (Abfall vom Islam) angeklagt wird. Im Falle eines Schuldspruchs droht ihm die Todesstrafe.
Dr. Elham Manea ist eine Schweizerisch-Jemenitische Journalistin, Politikwissenschaftlerin und Schriftstellerin. Sie studierte in Kuwait und den USA und lehrt heute als Dozentin an der Universität Zürich. Sie ist die Verfasserin vieler Bücher über den Nahen Osten und den Islam und zweier Romane in Englisch, Arabisch und Deutsch. Ihr letztes Buch ‚Ich will nicht mehr schweigen‘ erschien 2010.
Kacem El Ghazzali ist ein atheistischer Blogger und Journalist aus Marokko. Sein Blog zählt mehrere tausend Leser und gehört zu den populärsten der Region. Wegen seiner atheistischen und islamkritischen Ansichten wurde er mit dem Tode bedroht und musste in die Schweiz fliehen. Er hatte zahlreiche Auftritte in internationalen Medien und ist ein Idol für die fortschrittliche Jugend in Nordafrika und im Nahen Osten.Droht ein Krieg mit Iran? Teherans Atomprogramm und die geostrategischen Interessen der USA
Freitag, 11. Mai 2012, 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr,
KOL-F-118, Rämistrasse 71, 8006 Zürich.
Mit Andreas Zumach, Prof. Dr. Albert A. Stahel, Prof. Dr. Franz Blankart,
eine Veranstaltung des Instituts für Politikwissenschaft.
Weitere Informationen auf der Agenda der UZH .Fokus Islam - Von Bildern und Blicken in Politik, Kunst, Mode und Religion
4 Abende: Donnerstag, 03./10. Mai, Dienstag, 15./22. Mai 2012, 18.15 -19.45 Uhr,
KOL-H-320, Rämistrasse 71, Universität Zürich-Zentrum
Für Studierende und weitere Hochschulangehörige Kostenlos
Gender- und bildtheoretischer Workshop zum Thema «Mensch im Bild». An vier Abenden gehen wir den Bereichen Politik, Kunst, Mode und Religion nach und reflektieren Formen von Bildinszenierung sowie unsere eigenen Sichtweisen darauf.
Leitend sind Fragen wie: Welche Rolle spielen Bilder und bildliche Inszenierungen eines kulturell oder anders kategorisierten "Gegenübers"? Wie wird ein "Anderes" im Bild dargestellt und was sagt dies über Subjekt und Objekt der Inszenierung aus? Mit welchem Bildbegriff arbeiten wir? Wie konnotieren wir Geschlecht? Worin äussern sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede islamisch und christlich geprägter Ästhetik?
Sarah Farag, lic. phil., Assistentin für Islamwissenschaft und Gender Studies am Orientalischen Seminar der Universität Zürich
Alice Thaler-Battistini, lic. phil. (Kunstgeschichte, Islamwissenschaft, Philosophie), arbeitet zur Zeit an einer bildtheoretisch akzentuierten Dissertation.
Weitere Informationen und Anmeldung unter HochschulforumArabischer Sommer im Kino Nische in Winterthur
Sonntags, 13., 20., 27. Mai 2012, 19.30 Uhr,
Kino Nische, Kulturzentrum Gaswerk, Untere Schöntalstrasse 19, 8406 Winterthur.
Unter anderem Incendies und A Separation .
Weitere Informationen unter Kino Nische Programm im Mai.Feridun Zaimoglu – Preis der Literaturhäuser 2012
Donnerstag 24. Mai 2012,
Film 18.30 bis 19.15, Eintritt frei,
ab 20.00 Uhr, CHF 18,-/20,-
Limmatquai 62 8022 Zürich.
Moderation von Meike Fessmann,
Autor Feridun Zaimoglu,
Eine Veranstaltung des literaturhaus.net.
Feridun Zaimoglu wurde 1964 in der Türkei geboren. 1965 kam er mit seinen Eltern nach Deutschland. Nach angefangenem Studium der Medizin und der Kunst arbeitet er als freier Schriftsteller. Als Journalist schreibt er Literaturkritiken und Essays, u. a. für die «Zeit» und den «Tagesspiegel». Mit seinem 1995 erschienen Buch «Kanak Sprak – 24 Misstöne vom Rande der Gesellschaft» (Rotbuchverlag) hat sich Feridun Zaimoglu zunächst als «Undergroundautor» einer breiten Leserschaft erschrieben. Jahre später – 2003 – wurde er beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit dem Preis der Jury für seine deutschsprachige Erzählung «Häute» ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm «Russ» (Kiepenheuer u. Witsch 2011), ein rasanter Roman um Liebes- und Leidensfähigkeit, Trauer und Vergeltung.
«Was Feridun Zaimoglu vorliest, es wird nicht beschrieben, es passiert – auf der Bühne, vor den Augen des Publikums. Mit unnachahmlicher Emphase schlägt Zaimoglu den Sätzen den Takt. Seine Romane – von «Kanak Sprak» über «Leyla» bis «Russ» – mäandern zwischen analytischer Präzision und Liebesbrand, greifen mit vollen Händen ins Grimm’sche Wörterbuch und suchen nicht zu verbergen, dass auch das dramatische Schreiben zu den Leidenschaften des Autors zählt.» Aus der Preisbegründung.
Vor der Lesung: ARTE-Filmvorführung «Mein Leben – Feridun Zaimoglu»
Feridun Zaimoglus soeben ausgezeichnete sprachliche Ausdrucksfülle wird im Filmportrait von Susanne Tratz ( ARTE/ Radio Bremen 2010, 43 Min.) augenscheinlich. Zaimoglu bietet in diesem Film ungewöhnliche Einblicke in sein Leben: Er schaut zurück auf seine Kindheit und Jugend, spricht über die grossen Themen wie Liebe, Sehnsucht, Kunst und Melancholie und über seine unbändige Lust zu leben. Gedreht wurde in Kiel, Hamburg, Berlin und in der Türkei.
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